Mein Auftritt bei “Sag die Wahrheit” am 8. April 2019 | eine Zeitreise zum Anfang von Miluh

Mein Auftritt bei “Sag die Wahrheit” am 8. April 2019 | eine Zeitreise zum Anfang von Miluh

alle Fotos © Südwestrundfunk

Ende 2018 war ich als Kandidatin bei der Fernsehsendung "Sag die Wahrheit" vom SWR eingeladen. In dieser Fernsehsendung erraten vier Prominente, ob die Geschichten, die die Gäste erzählen, der Wahrheit entsprechen oder nicht. Ich habe dort meine Arbeit als Schmuckdesignerin, die mit Muttermilch arbeitet, präsentiert und die Prominenten mussten erraten, ob das tatsächlich stimmt. Mein Besuch beim SWR, hatte für mich neben diesen Dreharbeiten aber noch eine viel größere - persönliche - Bedeutung!

Die Anfänge von Miluh liegen beim SWR

Die Anfänge meiner heutigen Tätigkeit als Schmuckdesignerin liegen nämlich genau in jenem SWR-Gebäude, in dem jetzt die Dreharbeiten zu “Sag die Wahrheit” stattfanden. Damals hieß das was ich als Praktikantin im Jahr 2004 dort machte, noch Bühnenplastik. In der Nacht zuvor gingen mir tausende Gedanken durch den Kopf: wie hat sich dieses Gebäude wohl in all den Jahren verändert? Würde ich mich dort noch zurechtfinden? Und: ist mein Mentor von damals, Marcus Arendt - oder wie ich ihn damals nannte: Herr Arendt - immer noch beim SWR beschäftigt? Ich war am Aufnahmetag natürlich unglaublich angespannt und nervös - auf eine positive Art und Weise! Die Dreharbeiten waren die ideale Gelegenheit, Herrn Arendt in seinem Bühnenplastiker-Atelier zu besuchen und Danke zu sagen. Mich bei ihm zu bedanken, dass er damals einen so großen Einfluss auf mich und meinen Werdegang ausgeübt und als Motivator dazu beigetragen hat, dass es Miluh heute gibt.

 

alle Fotos © Südwestrundfunk | Wer unter uns brennt deutschen Whisky?

alle Fotos © Südwestrundfunk | Wer unter uns brennt deutschen Whisky aus Getreide?

 

Der große Tag: Dreharbeiten - und das Wiedersehen mit meinem Mentor

Der Aufnahmetag war zeitlich eng getaktet. Zwischen Vorgesprächen mit dem Moderator und dem Aufnahmeteam sowie dem "Aufhübschen" bei den Visagistinnen des SWR, lernten wir unsere Texte. Dabei stand uns das Betreuungsteam mit Rat und Tat zur Seite und ermutigte uns eher dazu, nicht so viele Infos auswendig zu lernen. Aber als Kandidat hat man einfach unglaublich Angst, während der Aufnahme einen Blackout zu haben oder etwa auf eine Frage nicht gut genug beantworten zu können.

 

In diesem engen Zeitplan gab es dennoch eine Viertelstunde Freizeit, in welcher ich mich aufmachte, um nach Herrn Arendt zu suchen. Nichtsahnend, saß er in seinem Ateliers-Büro, als ich eintrat. Zuerst schaute er mich fragend an. In diesem Moment schlotterten mir die Knie, mein Körper zitterte und mir schossen die Tränen in die Augen. Für viele mag dies übertrieben erscheinen, aber ich empfand so viel Dankbarkeit, dass mich diese Begegnung in jenem Moment unglaublich berührt hat. Und natürlich wusste ich nicht: erkennt er mich und weiß er überhaupt noch, wer ich bin? In diesem besonderen Moment hatte ich endlich die Möglichkeit, aus tiefem Herzen und persönlich Danke zu sagen.

 

alle Fotos © Südwestrundfunk | Désirée Hille von Miluh Manufaktur

 

Zeitreise ins Jahr 2004 - meine Praktikumszeit beim SWR

Zu Zeiten meines damaligen Praktikums war ich gerade erst 15 Jahre alt und mitten in meiner Berufsfindungsphase. Kunst hat schon damals mein Leben geprägt. Und da wir familiär mit dem SWR sowie Baden-Baden verbunden waren (ich habe dort meine Kindheit verbracht) und mich ein außergewöhnlicher Beruf schon immer faszinierte, entschied ich mich damals zu einem Praktikum beim SWR.

 

Die 14 Tage im 50 km entfernten Baden-Baden beim SWR zu verbringen und damit weg von meinem Zuhause zu sein, nahm ich dafür gerne auf mich. Und es hat sich gelohnt: Denn diese zwei Wochen Praktikum beim SWR, unter der Aufsicht von Herrn Arendt, waren eine wunderbare Erfahrung für mich. Ich hatte das Gefühl, unter Freunden zu arbeiten, als Heranwachsende frei zu sein und Eigenverantwortung zu übernehmen. Ich konnte dort damals meinen Freigeist leben und lernte gleichzeitig so unglaublich viel - nicht nur über Kunst und Bühnenplastik sondern auch über Bühnenmalerei. Die Hallen wirkten auf mich kleines Mädchen so riesig und imposant und der Geruch von Farbe, Spachtelmasse, Holz, Styropor - ach, eigentlich von allen möglichen Materialien - ist mir heute noch lebhaft in Erinnerung. Die Tage, die ich damals beim SWR verbracht habe, gehören mit zu meinen schönsten Erinnerungen überhaupt.

 

15 Jahre später: der Moment des Wiedersehens

Da stand ich also 15 Jahre später mit wackligen Knien in der Tür von Herrn Arendts Büro. Meine Sorgen, dass er mich womöglich nicht wiedererkennen würde, waren komplett unbegründet. Er erkannte mich sofort wieder! Wir nutzten meine freie Viertelstunde, um über mein damaliges Praktikum und meinen Werdegang zu sprechen. Ich hatte nämlich nach meinem Praktikum zunächst einen Weg abseits der Kunst eingeschlagen und er hat bei unserem Gespräch gleich gesagt, dass er der Meinung sei, dass mich ein Beruf ohne Kunst nie glücklich machen würde. Damit hat er absolut recht. Denn erst seit Miluh gegründet ist, fühle ich, dass ich meine Berufung gefunden habe und beruflich angekommen bin. Dass ich meine Passion gefunden habe. Nach dem Gespräch hatte ich das Gefühl, dass er stolz ist, so positiv zu meiner heutigen Selbständigkeit und zu meiner Berufung beigetragen zu haben. Denn möchten wir nicht alle positives weitergeben und in guter Erinnerung bleiben? Also, Marcus (mittlerweile sind wir per Du), falls du das hier liest und meine Meinung falsch sein sollte, melde dich ;)

 

alle Fotos © Südwestrundfunk Ursula Cantieni aus der SWR-Erfolgsserie "Die Fallers", mit einem Schmuckstück von Miluh Manufaktur

alle Fotos © Südwestrundfunk | Ursula Cantieni aus der SWR-Erfolgsserie "Die Fallers", mit einem Schmuckstück von Miluh Manufaktur

 

Prominente-Detektive mit jeder Menge Scharfsinn und Charme

Und jetzt dürfen Sie mal raten: konnten die Prominenten bei “Sag die Wahrheit” den Lügner unter uns enttarnen?

Dies können Sie am 08.04.2019 um 22:00 Uhr auf dem Fernsehsender SWR selbst sehen und mitraten. Es erwartet Sie eine wirklich interessante Runde, in welcher Sie auch noch einiges über eine kleine badische Whiskybrennerei erfahren können.

 

alle Fotos © Südwestrundfunk | Aufnahmegruppe mit Moderator Michael Antwerpes sowie den Prominenten Smudo von Fanta4, Ursula Cantieni, Pierre M. Krause, Kim Fisher

alle Fotos © Südwestrundfunk | Aufnahmegruppe mit Moderator Michael Antwerpes sowie den Prominenten Smudo von Fanta4, Ursula Cantieni, Pierre M. Krause, Kim Fisher

Kommentare

  1. Iris Scheurer Iris Scheurer

    Liebe Frau Hille,

    ersteinmal herzlichen Glückwunsch, zu diesem gelungenen Auftritt und den verdutzten Gesichtern des prominenten Rateteams - vielen Fragezeichen im Gesicht, waren Ihnen sicher. Wer hätte es auch gedacht, das aus Muttermilch solch wunderschöne Schmuckstücke entstehen können.
    Ihr Blogbeitrag hat mich mitgerissen und es ist schön, auch etwas Privates über Sie erfahren zu dürfen. Wie oft, gehen wir alle Wege, die sich im Nachhinein als Umweg darstellten. Umso schöner finde ich es, wenn man wie Sie, den Schritt wagt und alles auf eine Karte setzt. Man merkt nicht nur hier beim Lesen, sondern auch bei dem Fernsehbeitrag, wie Sie für den Schmuck leben und diesen lieben. Wie Sie schreiben, es ist Ihre Passion und Sie vollbringen wirklich ein Wunder.
    Auch haben Sie eine unglaublich liebevolle, ehrliche und fast schon ein wenig verlegene Ausstrahlung. Zumindest hatte ich den Eindruck bei der Auflösung am Ende. Aber, vielleicht war es auch die Aufregung, von der Sie schreiben.
    Selbst, habe ich bereits zwei Schmuckstücke von Ihnen und was darf ich sagen, sie sind wirklcih wunderschön.
    Wer weiß ob wir nochmal mit einem Baby gesegnet werden, aber wenn, dann dürfen Sie mir wieder ein drittes Schmuckstück herstellen.

    Bis dahin wünsche ich Ihnen alles Gute,

    Iris Scheuer

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